Deutsch-Französisches Forum erfolgreich


Reform verfassungswidrig


Wolfgang-Paul-Preise verliehen


BMBF fördert Gründungsnetzwerke erneut mit 20 Millionen Mark

Deutsch-Französisches Forum erfolgreich / Seminarreihe über Fördermöglichkeiten

Etwa 5.000 Jungwissenschaftler haben das diesjährige Deutsch-Französische Forum am 9. und 10. November in Strasbourg besucht. Das jährlich stattfindende Forum richtet sich an deutsche und französische Studierende und Hochschulabsolventen, die binationale Studiengänge absolvieren bzw. absolvieren möchten, ein Praktikum oder einen Arbeitsplatz im Partnerland suchen. Auch Graduierte und Postdoktoranden, die sich für weitere Finanzierungsmöglichkeiten ihrer Arbeit und wissenschaftlichen Qualifizierungsstellen interessieren, finden auf der Messe umfangreiche Informationen.

Das Forum wurde auf Initiative der Außen- und Bildungsministerien Frankreichs und Deutschlands ins Leben gerufen und hat zum Ziel, neben dem akademischen Bereich auch den deutsch-französischen Austausch auf dem Arbeitsmarkt auszubauen. Unter den Ausstellern sind deutsche und französische Universitäten, aber auch Unternehmen vertreten, die im deutsch-französischen Rahmen agieren. Das 4. Deutsch-Französische Forum findet am 25. und 26.10.2002 in Mainz statt.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ( DFG), die Koordinierungsstelle EG der Wissenschaftorganisationen ( KoWi ) sowie Science's Next Wave Deutschland waren mit einem gemeinsamen Messestand in Strasbourg vertreten. Ziel des gemeinsamen Standes war, direkt auf die Bedürfnisse junger Wissenschaftler eingehen zu können und sie umfassend sowohl über nationale als auch europäische Fördermöglichkeiten zu beraten.

Genau dieses Konzept verfolgt auch eine Initiative von KoWi in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedsorganisationen und dem BMBF, dem sich auch die Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung und die ESF angeschlossen haben. In der am 29.01.2002 beginnenden Seminarreihe an deutschen Hochschulen zum Thema »deutsche und europäische Fördermöglichkeiten für Nachwuchswissenschaftler« steht das gemeinsame Zugehen nationaler und europäischer Förderer auf den Nachwuchs an deutschen Hochschulen vor Ort im Vordergrund.

Ansprechpartnerinnen bei KoWi für diese Veranstaltungsreihe sind in Brüssel Dr. Annette Doll-Sellen und in Bonn Viola Tegethoff. Die Veranstaltungsreihe wird ebenfalls im Next Wave-Veranstaltungskalender angekündigt werden.

Bundestag debattiert über Dienstrechtreform / Hochschulverband: Reform verfassungswidrig

Der Bundestag hat vergangene Woche über den Gesetzentwurf zur Änderung des Hochschulrahmengesetzes debattiert. Bundesministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sprach in ihrer Rede von einer ?Jahrhundertreform" und betonte, daß eine neue Ära in den Hochschulen eingeläutet würde. Mit der Einführung der Juniorprofessur würden neue, auch im internationalen Vergleich attraktive Stellen für den wissenschaftlichen Nachwuchs geschaffen. Für die Opposition bekräftigten Erwin Marschewski (CDU) die Ablehnung der Reformvorhaben. Insbesondere seien die Professorengehälter nicht wettbewerbsfähig.

Unterdessen legte der Deutsche Hochschulverband (DHV) ein Gutachten vor, das die Verfassungswidrigkeit der geplanten Reform des Dienstrechts feststellt. DHV-Präsident Hartmut Schiedermair sprach von einem Wettbewerbsverlust: die Dienstrechtrefrom bringe ?das organisierte Mittelmaß." Unterdessen zog auch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ihre Zustimmung zur Dienstrechtreform zurück. Die bisherigen Stellungnahmen der Länder ließen den Schluss zu, daß sie nicht bereit seien, die notwendigen zusätzlichen Mittel zur Finanzierung der Personalkosten bereitzustellen, so der Verband in einer Stellungnahme. Die HRK unterstütze nach wie vor die Ziele der Reform, lehnt aber eine strikte Kostenneutralität ab.

Wolfgang-Paul-Preise verliehen

In einem Festakt in Berlin hat der Vorsitzende der Alexander von Humboldt-Stiftung, Prof. Wolfgang Frühwald, 14 Preisträgerinnen und Preisträger mit dem Wolfang-Paul-Preis ausgezeichnet. Der vom BMBF gestiftete Preis wurde aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung finanziert und einmalig vergeben. Die Forscherinnen und Forscher erhalten jeweils bis zu 4,5 Millionen Mark für an deutschen Universitäten angesiedelten Forschungsvorhaben.

Insgesamt wurden 70 Forscher aus 23 Ländern von deutschen Forschungseinrichtungen für den Wolfgang Paul-Preis nominiert.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung zur Förderung der internationalen Forschungskooperation, errichtet von der Bundesrepublik Deutschland. Sie ermöglicht hoch qualifizierten ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern langfristige Forschungsaufenthalte in Deutschland und unterstützt die sich daraus ergebenden wissenschaftlichen und kulturellen Verbindungen.

BMBF fördert Gründungsnetzwerke erneut mit 20 Millionen Mark

Um die Chancen für ein Gründungsklima an deutschen Hochschulen weiter zu verbessern, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Startschuß für ein neues Programm zur Förderung von Gründungsnetzwerken gegeben. Mit insgesamt 20 Millionen Mark sollen in den nächsten drei Jahren Gründungsnetzwerke in der deutschen Hochschullandschaft ausgebaut und gestärkt werden. Mit der Förderung knüpft das BMBF an das überaus erfolgreiche Programm EXIST an, mit dem bereits seit drei Jahren regionale Netzwerke zur Unterstützung von Existenzgründern aus Hochschulen gefördert werden.