Job-Café in Göttingen eröffnet


  Mentoring-Programm für Frauen an der Universität Hannover


  DFG fördert 16 neue Schwerpunktprogramme


  Deutsch-Chinesisches Nanotechnologie-Symposium

Job-Café in Göttingen eröffnet

Informationen rund um die Themen Berufe, Praktika und Stellen können Studierende und Absolventen ab sofort im Job-Café der Universität Göttingen erhalten. Um den Berufseinstieg der Göttinger Hochschulabsolventen möglichst erfolgreich zu gestalten, bietet der Career Service der Universität Göttingen diesen neuen Service an. Der neue Treffpunkt für Studentinnen und Studenten mit Beratungsexperten aus der Universität und aus Unternehmen ist im oberen Hallenbereich der Zentralmensa des Studentenwerks gelegen.

Montags bis donnerstags von 11.30 bis 14.30 Uhr können interessierte Studierende, Absolventen und Nachwuchswissenschaftler im Job-Café an vier PC-Terminals nach Praktikums- und Traineestellen sowie Stellenangeboten im Internet recherchieren. Fachzeitschriften zum Thema Berufseinstieg für Hochschulabsolventen, Broschüren und Unternehmensprospekte liegen aus, die in ruhiger Atmosphäre gelesen werden können. Zahlreiche Publikationen und CD-ROMs über den Weg ins Berufsleben stehen für die Besucher zur kostenlosen Mitname zur Verfügung. Zusätzlich bietet das Job-Café Unternehmenspräsentationen mit Personalverantwortlichen, berufsrelevante Workshops während des Semesters sowie Weiterqualifizierungskurse und Informationsveranstaltungen mit ehemaligen Studierenden der Universität Göttingen an. Wer ein Beratungsgespräch wünscht, kann im Job-Café einen Termin mit den Mitarbeiterinnen des Career Service vereinbaren, um sich individuell über Praktika, Berufsfindungs- oder Bewerbungsstrategien sowie Weiterbildungsmöglichkeiten informieren zu lassen.

Ort: Job-Café des Career Service in der Zentralmensa auf dem Uni-Campus, Ebene 1 (neben dem Lesesaal), Platz der Göttinger Sieben 4, 37073 Göttingen Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 11.30 Uhr bis 14.30 Uhr Kontaktadresse: Career Service der Universität Göttingen

Mentoring-Programm für Frauen an der Universität Hannover

Noch bis zum 1. Juli 2002 können sich Studentinnen und Doktorandinnen für einen Platz im Mentoring-Programm der Universität Hannover bewerben. Erstmals besteht nun auch die Möglichkeit, für neun Monate mit einem Mentor oder einer Mentorin aus dem europäischen Ausland zusammenzuarbeiten. Zum Mentoring-Programm veranstaltet das Frauenbüro der Universität Hannover in der Wilhelm-Busch-Straße 4 am 27. Mai 2002 um 19.30 Uhr eine Informationsveranstaltung für Interessentinnen.

Ab Herbst 2002 werden die ausgewählten Bewerberinnen für neun Monate mit einem Mentor oder einer Mentorin Fragen zu Berufsstart und Karriere, Zukunftsplanung und beruflicher Qualifikation behandeln. Speziell für das neue Programm können sich die Mentees gezielt einen Mentor oder eine Mentorin aus dem europäischen Ausland suchen. In enger Zusammenarbeit des Frauenbüros der Universität Hannover mit dem EU-Hochschulbüro Hannover / Hildesheim werden besonders dafür Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung der Auslandsaufenthalte der Mentees gefunden.

Weitere Informationen: Frauenbüro der Universität Hannover

DFG fördert 16 neue Schwerpunktprogramme

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird ab Anfang 2003 sechzehn neue Schwerpunktprogramme fördern. Die neuen Schwerpunkte wurden aus 49 Vorschlägen ausgewählt und werden in der ersten zweijährigen Förderperiode mit einem Gesamtvolumen von ? 41 Millionen finanziert. Die Zahl der insgesamt geförderten Schwerpunktprogramme wird damit im kommenden Jahr 120 betragen. Ziel der Schwerpunktprogramme ist es, die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus verschiedenen Forschungseinrichtungen und Forschungsfeldern unter einer gemeinsamen Thematik zu unterstützen. Ein Schwerpunktprogramm wird in der Regel für sechs Jahre gefördert. Die neuen Programme in der Übersicht:

Lebenswissenschaften

Signalwege zum Zytoskelett und bakterielle Pathogenität

Bakterielle Infektionen sind weltweit die Todesursache Nummer eins. Das Schwerpunktprogramm will untersuchen, was im Detail passiert, wenn Bakterien in Körperzellen eindringen. Veränderungen am Zytoskelett, das heißt an der Struktur der Zelle, spielen eine entscheidende Rolle bei der Interaktion von Bakterien und Zellen: Bakterien manipulieren dabei die Signalwege (Kommunikationswege) der Wirtszelle gezielt, um Abwehrmechanismen zu unterlaufen und die Zellfunktion zu ihrem Vorteil auszunutzen. Genaue Kenntnisse dieser Vorgänge sind die Voraussetzung für die Entwicklung neuer Therapien. (Antragsteller: Prof. Dr. Dr. Klaus Aktories, Universität Freiburg)

Immun- und Stoffwechselmodulation durch schweres Gewebstrauma

Traumatische Verletzungen, wie sie oftmals nach Unfällen auftreten, stellen eine besondere Herausforderung für die Medizin dar. Schweres Trauma kann zu massiven Veränderungen im Immun- und Stoffwechselsystem und sogar zu Multiorganversagen führen. Die Ursachen dieser entzündlichen Reaktion sind bis heute weitgehend unbekannt und sollen im Schwerpunktprogramm erforscht werden. (Federführung: Prof. Dr. Fritz Ulrich Schade, Universitätsklinikum Essen)

Evolution metabolischer Diversität

Der allen Organismen gemeinsame Primärstoffwechsel ist für Wachstum und Entwicklung essentiell. Zudem verfügen Organismen über einen Sekundärstoffwechsel, der die für das Individuum lebenswichtige Kommunikation und Interaktion mit der Umwelt ermöglicht. Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben wird über den Sekundärstoffwechsel eine beeindruckende Vielzahl chemischer Substanzen bereitgestellt, beispielsweise Antibiotika, Herbizide und Insektizide. Im Schwerpunktprogramm soll der Frage nachgegangen werden, wie die chemische Vielfalt im Sekundärstoffwechsel von Mikroorganismen und Pflanzen entstanden ist. (Federführung: Frau Prof. Dr. Toni Kutchan, Institut für Pflanzenbiochemie, Universität Halle)

Heterosis bei Pflanzen

Heterosis bezeichnet das seit langem bekannte Phänomen, daß Kreuzungsnachkommen genetisch unterschiedlicher Pflanzen einer Art, sogenannte Hybriden, weitaus wüchsiger, robuster und ertragreicher sind als ihre Eltern. Die genetischen und molekularen Ursachen der Heterosis sind jedoch bislang noch ungeklärt. Ziel des Schwerpunktprogramms ist es, durch Anwendung neuester Methoden und Ergebnisse der Genomforschung das Phänomen zu entschlüsseln und neue Strategien für die Pflanzenzüchtung zu entwickeln. (Federführung: Prof. Dr. Albrecht E. Melchinger, Universität Hohenheim)

Naturwissenschaften

Vom Mantel zum Ozean: Energie-, Stoff- und Lebenszyklen an Spreizungsachsen

Tief in den Ozeanen entsteht an den Nahtstellen von Platten durch Vulkanismus neuer Ozeanboden, der sich gebirgsartig auftürmt. Diese Nahtstellen bezeichnet man als Spreizungsachsen. An diesen Spreizungsachsen, die eine wichtige Schnittstelle von Lithosphäre, Hydrosphäre und Biosphäre darstellen, laufen zahlreiche Prozesse ab: neben der Bildung von Magma zirkuliert und erwärmt sich dort Wasser und es gedeihen verschiedene höchst ungewöhnliche Organismen. Diese Prozesse und ihre Zusammenhänge sollen im

Schwerpunktprogramm untersucht werden. (Leitung: Prof. Dr. Colin W. Devey, Universität Bremen)

Vom Mantel zum Ozean: Energie-, Stoff- und Lebenszyklen an Spreizungsachsen

Das Schwerpunktprogramm will leistungsfähigere Methoden für die Berechung der elektronischen Struktur von Atomen, Molekülen, Clustern und Festkörpern erarbeiten. Die Fähigkeit, diese Struktur ohne Zuhilfenahme empirischer Daten (first-principles-Verfahren) zu berechnen, eröffnet vielfältige Möglichkeiten, experimentelle Daten zu ergänzen oder zu erklären und chemische und physikalische Prozesse gezielt zu steuern. (Federführung: Prof. Dr. Michael Dolg, Universität Bonn)

Cluster in Kontakt mit Oberflächen: Elektronenstruktur und Magnetismus

Cluster entstehen durch das Zusammenfügen von wenigen Atomen. Sie unterscheiden sich in ihren Eigenschaften deutlich von den Stoffen, die aus einer Vielzahl dieser Atome bestehen. Das Schwerpunktprogramm will das Verhalten dieser Cluster auf Festkörperoberflächen untersuchen. Besonders betrachtet wird die elektronische Struktur eines Clusters sowie die Abhängigkeit magnetischer Effekte von der Anzahl und Anordnung der Atome in diesen Kleinstteilchen. (Verantwortlich: Prof. Dr. Karl-Heinz Meiwes-Broer, Universität Rostock; Prof. Dr. Richard Berndt, Universität Kiel)

Globale Differentialgeometrie

Die Differentialgeometrie bedient sich vielfältiger Methoden aus der Analysis, Algebra und Topologie. Dieses Forschungsgebiet trägt häufig zur Weiterentwicklung anderer Gebiete bei. Es schafft Grundlagen unter anderem für die Theoretische Physik (beispielsweise für die String-Theorie). (Koordination: Prof. Dr. Joachim Lohkamp, Universität Augsburg)

Ingenieurwissenschaften

Adaptronik für Werkzeugmaschinen

Die Erhöhung der Leistungsfähigkeit von Werkzeugmaschinen ist das Ziel des Schwerpunktprogramms. Der Einsatz von adaptronischen Lösungen, die eine deutliche Steigerung der Leistungsfähigkeit ermöglichen, bedeutet, daß sich intelligent an den Fertigungsprozeß anpassende integrierte Sensoren und Aktoren (meist elektrisch gesteuerte Stellglieder) sowie adaptive Regler in die Werkzeugmaschinen integriert werden. (Vorsitz: Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen Hesselbach, Technische Universität Braunschweig)

Modellierung inkrementeller Umformverfahren

Bei diesem Schwerpunktprogramm werden Bauteile schrittweise durch eine Folge von lokalen Einwirkungen geometrisch einfacher, z. B. kugelförmiger Werkzeuge auf das Werkstück hergestellt. Wenn diese komplexen Umformprozesse theoretisch besser verstanden und simuliert werden können, sind die Herstellungsprozesse und Produkteigenschaften genauer planbar und damit die technischen Einsatzmöglichkeiten deutlich erweitert. (Koordination: Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hirt, Universität des Saarlandes)

Bildgebende Meßverfahren für die Strömungsanalyse

Jedes fahrende Auto wird komplex umströmt. Das Schwerpunktprogramm will leistungsfähige Meßverfahren zur Analyse solch komplexer räumlicher Strömungsfelder entwickeln. Ziel ist es, sich ein "Bild" von einem Strömungsfeld zu machen und Strömungen und damit auch Strömungswiderstände vorhersagbar zu machen. Diese Erkenntnisse finden nicht nur in der Automobilindustrie, sondern auch in vielen anderen Bereichen der Technik Anwendung. (Koordination: Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Nitsche, TU Berlin)

Rekonfigurierbare Rechensysteme

Die Wissenschaftler im Schwerpunktprogramm streben an, die Hardware eines Computers, ähnlich wie die Software, durch Programmierung flexibel zu machen. Durch eine solche Möglichkeit zur Rekonfigurierung könnten sich Rechensysteme an die sich schnell ändernden Anforderungen und Bedingungen anpassen. Damit wären die Rechner effizient in verschiedenen Gebieten einsetzbar. (Federführung: Prof. Dr.-Ing. Jürgen Teich, Universität Paderborn)

Integrierte elektrokeramische Funktionsstrukturen

Elektrokeramische Materialien auf der Basis komplexer Oxide weisen ein einzigartiges Spektrum an elektronischen, optischen und magnetischen Funktionen auf. Aus diesem Grund wird versucht, diese Materialien mit Hilfe moderner Dünnschichttechnologien auf Halbleiterchips zu integrieren und sie somit für die Mikroelektronik nutzbar zu machen. Diese Bestrebungen zu koordinieren und voranzutreiben ist Ziel des Schwerpunktprogramms. (Initiator: Prof. Dr.-Ing. Rainer Waser, RWTH Aachen)

Molekulare Modellierung und Simulation in der Verfahrenstechnik

In diesem Schwerpunktprogramm sollen Kenntnisse über molekulare Eigenschaften von Stoffen für die Verfahrenstechnik nutzbar gemacht werden. Die Berücksichtigung der auf molekularer Ebene ablaufenden Prozesse ermöglicht eine gezieltere Entwicklung neuer Herstellungsverfahren. Um diese Einbeziehung zu erreichen, wollen die Wissenschaftler im Schwerpunktprogramm quantitative Modelle der zwischenmolekularen Wechselwirkung und effiziente Simulationsverfahren entwickeln. (Koordination: Prof. Dr. Frerich Keil, TU Hamburg-Harburg)

Geistes- und Sozialwissenschaften

Institutionelle Gestaltung föderaler Systeme: Theorie und Empirie

Dieser wirtschaftswissenschaftliche Forschungsschwerpunkt will den Föderalismus unter ökonomischen Gesichtspunkten untersuchen. Die zentrale Fragestellung ist, wie in Deutschland und Europa zwischen verschiedenen Gebietskörperschaften (EU, Bund, Länder, Gemeinden) Aufgaben, Einnahmen und Ausgaben wirtschaftlich sinnvoll und effizient verteilt werden können. Das Forschungsprojekt will zur Optimierung des deutschen Föderalismus und zur föderalen Gestaltung der Europäischen Union beitragen. (Federführung: Prof. Dr. Jürgen von Hagen, Universität Bonn; Prof. Dr. Helmut Seitz, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder)

Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Deutschland im internationalen Zusammenhang im späten 19. und 20. Jahrhundert

Mit der Geschichte der Wissenschaften befaßt sich dieses Schwerpunktprogramm. In diesem Zeitraum, der sich durch massive Innovationsschübe auszeichnet, sollen die Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und politischen und sozialen Systemen in Deutschland untersucht werden. Dabei soll auch betrachtet werden, welche strukturellen Besonderheiten das deutsche Wissenschaftssystem in internationaler Perspektive aufweist und inwieweit die politische Situation in Deutschland zur zeitweisen Isolierung der deutschen Wissenschaft beigetragen hat. (Federführung: Prof. Dr. Rüdiger vom Bruch, Humboldt-Universität zu Berlin)

Deutsch-Chinesisches Nanotechnologie-Symposium

Auf dem zukunftsweisenden Gebiet der Nanowissenschaften unterhalten Forscher aus Deutschland seit Jahren einen engen Austausch mit Fachkollegen in China. Weiter intensiviert wurden die wissenschaftlichen Kooperationen durch das vor gut einem Jahr in Münster eröffnete erste Deutsch-Chinesische Centrum für Nanowissenschaften ( GCCN). Über den aktuellen Stand der Forschung in beiden Ländern informiert ein Deutsch-Chinesisches Nanotechnologie-Symposium, das vom 27. bis 29. Mai 2002 im Technologiehof in Münster stattfindet.

Im Mittelpunkt dieser ersten größeren Veranstaltung des GCCN stehen Vorträge und Diskussionen über die Selbstorganisation von Nanomaterialien. Dabei geht es um die Frage, wie sich kleinste Bausteine, wie Atome oder Moleküle, selbstständig zu größeren, aber immer noch im Nanobereich angesiedelten Systemen zusammenfügen.

Die Nanotechnologie gilt gegenwärtig als eines der bedeutendsten wissenschaftlichen Forschungsgebiete für die Lösung vieler Zukunftsfragen. Die Erforschung und Entwicklung technologischer Anwendungen im Nanometer-Maßstab - ein Nanometer entspricht einem Millionstel Millimeter - eröffnen der Chemie, der Physik, der Mikroelektronik, den Ingenieurwissenschaften, der Biologie, der Gentechnik und der Medizin ungeahnte Perspektiven und Möglichkeiten.