Studentenjobs: Erleichterung für ausländische Studierende


  Bioinformatik: Fachkräfte gesucht


  Max-Planck Research School on Astrophysics: Doktorandenstellen


  Sozialstudie Euro Student 2000


  Science Poetica: Dichtende Forscher gesucht

Studentenjobs: Erleichterung für ausländische Studierende

Ausländische Studenten können künftig bis zu 180 halbe Tage im Jahr ohne Arbeitsgenehmigung arbeiten. Eine entsprechende Weisung hat das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung mit Beginn des Wintersemesters erlassen. Bislang durften ausländische Studierende unabhängig von der täglichen Arbeitszeit nur an 90 Kalendertagen jobben. Die Neuregelung ist auch im Zuwanderungsgesetz enthalten, das aber erst zum 1. Januar 2003 in Kraft tritt. Darauf müssen die Studierenden aus Ländern außerhalb der EU jetzt nicht warten.

Tage mit einer Arbeitszeit von bis zu vier Stunden werden als halbe Tage gezählt. Es bleibt bei dem Grundsatz, daß durch Erwerbsarbeit das Erreichen des eigentlichen Aufenthaltszwecks, nämlich das erfolgreiche Studium, nicht gefährdet werden darf.

Nach der 16. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks finanzierten im Jahr 2000 56% der Studierenden aus dem Ausland ihr Studium ganz oder teilweise durch eigene Arbeit.

Bioinformatik: Fachkräfte gesucht

Deutschlands Bioinformatiksektor wird bis 2005 nach Angaben der Unternehmensberatung Cap Gemini Ernst & Young (CGE&Y) jährlich um bis zu 25% wachsen. Diese Zahl wurde kürzlich im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik e.V. ( GI) in Dortmund bekanntgegeben. Aufgrund der hohen Wachstumszahlen befürchten Biotech-Unternehmen, daß sie ihren Bedarf an Fachkräften nur schwer decken können: nach gegenwärtiger Einschätzung werden in den kommenden zwei Jahren allein bis zu 700 Fachleute mit Bioinformatik-Know-how benötigt. Erst ab 2005 aber werden 400 bis 600 Absolventen jährlich von den Universitäten in den Arbeitsmarkt entlassen. Bioinformatik kann heute an rund 30 Fachhochschulen und Universitäten studiert werden.

Die Bioinformatik beschleunigt durch eine immer effektivere Datenauswertung die Forschungsprozesse in der Biotechnologie. Bioinformatik-Fachleute verlegen Experimente zur Verbesserung von Wirkstoffqualität und -effizienz in den Computer, für die bislang zeitintensive und aufwendige Labor-Versuchsreihen erforderlich waren. Ob bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe oder beim systematischen Genomvergleich zur Auffindung von krankheitsrelevanten Genen, die Bioinformatik entwickelt die dafür passenden Modelle, Verfahren und Werkzeuge. Angesichts der dünnen Entwicklungspipeline großer Pharmaunternehmen sowie des bald auslaufenden Patentschutzes von Blockbuster-Medikamenten wird mit einer weiteren Zunahme der Bedeutung der Bioinformatik gerechnet.

Max-Planck Research School on Astrophysics: Doktorandenstellen

Die Internationale Max-Planck Research School on Astrophysics (IMPRS) in Garching bei München nimmt gegenwärtig Bewerbungen für die im September 2003 beginnenden Kurse entgegen. Bewerbungsschluß ist der 15. Dezember 2002. Neben zwei Max-Planck-Instituten ist unter anderem auch das ebenfalls in Garching ansässige European Southern Observatory ( ESO) in das Programm mit einbezogen.

Weitere Informationen auf den Internetseiten der IMPRS.

Sozialstudie Euro Student 2000

Deutschland steht bei der finanziellen Förderung der Studierenden in Europa mit an der Spitze. Nur in Österreich bezogen die Studierenden nach den Daten der Studie "Euro Student 2000" mit durchschnittlich 355 Euro mehr als ihre Kommilitonen in Deutschland (326 Euro). Auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellte die HIS Hochschul-Informations-System GmbH erstmals eine Europäische Sozialerhebung, die die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in Belgien, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich und Deutschland vergleicht. Die Daten hierfür wurden im Jahr 2000 erhoben. Das BMBF hat in der Zwischenzeit mit der BAföG-Reform und der Erhöhung der Ausbildungsförderung sowie der stärkeren Förderung sozial benachteiligter Gruppen die Bedingungen für die Studierenden in Deutschland weiterverbessert.

Die Studie kann als PDF-Datei bei der HIS heruntergeladen werden.

Science Poetica: Dichtende Forscher gesucht

Das Projekt " Science Poetica" sucht dichtende Forscherinnen und Forscher, um einen "wissenschaftspoetischen" Jahreskalender zu gestalten. Gesucht sind Personen, die ihr Herz an die Poesie verloren haben. Forscher, die im stillen Kämmerlein oder vielleicht auch bereits öffentlich Texte produzieren, die ihre Wissenschaft zum Gegenstand haben. Von einem neuen Lied von der Ozon-Glocke bis zur Ode an die Säure ist alles erwünscht.

Die eingesandten Texte werden gesammelt und bei entsprechender Eignung in den Jahreskalender "Science Poetica" aufgenommen, der zum Weihnachtsfest produziert werden soll. Alle Teilnehmer erhalten ein kostenloses Exemplar. Einsendeschluss für die Beiträge ist der 25.10.2002. Eingeladen sind alle wissenschaftlich tätigen Dichter Deutschlands, vom Professor bis zum Hiwi, die in ihrer Arbeit auch ihre Arbeit besingen, konkret also Dichtung über Wissenschaft (und nicht etwa umgekehrt!) betreiben. Informationen rund um Science Poetica sind im Internet unter www.science-poetica.de zu finden.