Wissenschaftlerpaare stehen nicht selten vor einem Problem: einem Partner eröffnet sich ein Stellenangebot fern der Heimat, vielleicht sogar im Ausland. Unweigerlich folgt die Frage für den anderen: "Was tun?" Mitkommen oder Wochenendbeziehung? Wenn man sich fürs Mitkommen entscheidet, was dann? Wie sehen die Karrierechancen für den Partner am anderen Ort aus?

Daß dieser "weiche" Faktor ausschlaggebend für die Stellenwahl sein kann, beweisen mehrere Studien. Zum Beispiel sei ein gutes Stellenangebot für den Lebenspartner eine wesentliche Bedingung für ihre Rückkehr nach Deutschland, sagten 72% der deutschen Forscherinnen und Forscher im Ausland, die im Rahmen der Studie " BrainDrain - BrainGain" des Stifterverbandes befragt wurden. Die Hochschulen bestätigen dies. Nach einer Untersuchung der "Jungen Akademie" werden sie von 60 % der potentiellen Berufungskandidaten mit der Frage nach der Berufsperspektive des Partners oder der Partnerin konfrontiert.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Stifterverband wollen gemeinsam nach Wegen aus diesem Dilemma suchen. Deshalb veranstalten sie eine Tagung unter dem Titel "Verflechtung beruflicher Karrieren in Akademiker-Partnerschaften" am 24. Februar 2003 (10.00 - 17.00 Uhr) im Wissenschaftszentrum Bonn, Ahrstraße 45.

Im Rahmen dieser Tagung werden die spezifischen Anforderungen von Doppelkarriere-Paaren in der Wissenschaft aus unterschiedlichen Perspektiven (biographisch und institutionell) erfragt, Lösungsansätze anhand internationaler "best practice"-Beispiele vorgestellt und Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert, die für unser Wissenschaftssystem realistisch sind. Die Veranstaltung richtet sich an Entscheider in Wissenschaft, Management und Politik, die sich dafür einsetzen, exzellente Forscherinnen und Forscher für den Wissenschafts- und Forschungsstandort Deutschland zu gewinnen. Angesprochen sind außerdem alle, die sich für das Thema interessieren und zu Lösungen beitragen wollen.

Ansprechpartnerin für Rückfragen und zur Anmeldung ist: Sandra Rohmann beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Tel. 0201 / 8401-170 oder e-Mail: sandra.rohmann@stifterverband.de.