DAS DOKTORAT-ARCHIV

W illkommen bei DoktoRat!

In meiner heutigen Sprechstunde möchte ich gerne folgende Fragen beantworten:

1. Ich möchte meinen Doktor in Biologie im Ausland machen. Allerdings konnte ich bisher nur eine Stiftung finden, die das nicht ausgesprochen ausschließt. Kannst Du mir weiterhelfen?

2. Können Sie mir sagen, wie genau die Passage bei FH-Professurausschreibungen zu interpretieren ist, nach der/die Bewerber/in mindestens fünf Jahre Berufserfahrung, davon mindestens drei außerhalb der Uni, mitbringen muß? Heißt das fünf Jahre eine ganze Stelle oder zehn Jahre eine halbe? Was ist mit ehrenamtlicher und unechter ehrenamtlicher Arbeit oder mit Selbständigkeit?

3. Wer gibt einem eine kompetente Beratung, welche Art von Doktorandenstipendium am besten zu einem paßt? Neben der "üblichen" Förderung gibt es ja z.B. auch die Graduiertenförderung einiger Bundesländer. Was sind die Vor- und Nachteile?

Was ist DoktoRat?

Ich werde Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler -- was nun? Zu Beginn der wissenschaftlichen Karriere gibt es eine Menge Fragen, aber wenig Antworten. Dieses Dilemma versucht DoktoRat zu beheben. Egal, was Euch als angehender/m Nachwuchswissenschaftler/in gerade im Zusammenhang mit Eurer Karriere beschäftigt -- DoktoRat wird versuchen, eine Antwort zu finden. Dabei hilft ein Team von Expertinnen und Experten bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, der Volkswagen-Stiftung und der Koordinierungsstelle EG der Wissenschaftsorganisationen (KoWi).

Eure Fragen zur Forschungsförderung, zu Doktorvätern, zur Bewerbung auf Doktoranden- oder Postdok-Stellen, zu Auslandsaufenthalten oder anderen Themen nimmt DoktoRat gerne per Email unter doktorat@aaas.org oder aber per Post an Science's Next Wave, Stichwort: DoktoRat, Oranienburger Straße 13-14, 10178 Berlin, entgegen. Sämtliche Anfragen werden selbstverständlich vertraulich behandelt, die veröffentlichen Fragen werden anonymisiert.

DoktoRat erscheint gegenwärtig einmal monatlich bei Science's Next Wave Deutschland.

Lieber DoktoRat,ich möchte meinen Doktor in Biologie im Ausland machen. Allerdings konnte ich bisher nur eine Stiftung finden, die das nicht ausgesprochen ausschließt. Kannst Du mir weiterhelfen?

Liebe Fragende,

es hätte mich ja interessiert, welche Stiftung den ausländischen Forschungsstandort nicht ausschließt? In Deinem Fall gibt es eventuell mehrere Lösungsmöglichkeiten: Zum einen empfehle ich Dir, in der Stipendiendatenbank des DAAD nachzuschauen, welche Fördermöglichkeiten es für Dein Vorhaben gibt. Außerdem könntest Du überlegen, wie sinnvoll es wäre, Deine Doktorarbeit als Kooperation zwischen einer deutschen und einer ausländischen Uni durchzuführen, so daß Anträge zwar über die deutsche Institution laufen, der Forschungsstandort für die Arbeit aber im Ausland wäre. Falls es in Deinem Forschungsfeld internationale Projekte gibt, wäre das eine weitere Möglichkeit, dort eventuell Fördermittel ausfindig zu machen.

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Lieber DoktoRat!Können Sie mir sagen, wie genau die Passage bei FH-Professurausschreibungen zu interpretieren ist, nach der/die Bewerber/in mindestens fünf Jahre Berufserfahrung, davon mindestens drei außerhalb der Uni, mitbringen muß? Heißt das fünf Jahre eine ganze Stelle oder zehn Jahre eine halbe? Was ist mit ehrenamtlicher und unechter ehrenamtlicher Arbeit oder mit Selbständigkeit?

Lieber Ratsuchender,

die genaue Interpretation der erforderlichen Berufserfahrung für FH-Professuren und deren Anrechnung ist eine Einzelfallentscheidung. Im Falle des konkreten Klärungsbedarfs empfehle ich einen Anruf bei der entsprechenden Fachhochschule, zumal die Auslegung der Passage nicht unbedingt so eng gesehen wird. Fünf Jahre Berufserfahrung bedeutet nicht zwangsläufig, daß es fünf Jahre lang eine volle Stelle gewesen sein muß. Für diesen Fall gilt - ebenso wie für die Selbständigkeit - viel eher als ausschlaggebendes Kriterium der Bezug der Berufserfahrung zur Professur. Die Frage nach der Anrechung ehrenamtlicher Tätigkeiten ist schwierig. Ich muß eingestehen, daß ich nicht weiß, was "unechte ehrenamtliche" Arbeit ist. Diese Fälle sollten auch direkt mit der ausschreibenden Institution geklärt werden, ich kann mir aber nur schwer vorstellen, daß es zu einer Anrechnung kommt.

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Hallo DoktoRat!Wer gibt einem eine kompetente Beratung, welche Art von Doktorandenstipendium am besten zu einem paßt? Neben der "üblichen" Förderung gibt es ja z.B. auch die Graduiertenförderung einiger Bundesländer. Was sind die Vor- und Nachteile?

Liebe Fragestellerin,

diese Funktion der Beratung ist aus meiner Sicht eine wichtige Aufgabe des/der Doktorvaters/-mutter. Hier kannst Du gleich seine/ihre Kompetenz auf diesem Feld überprüfen. Ein wichtiges Kriterium für Dich selbst sollte neben der finanziellen Ausstattung und der Laufzeit der Förderung übrigens auch die Organisation der Promotion sein -- ein strukturiertes Doktorandenstudium nach dem Vorbild eines Doktoranden- oder Graduiertenkollegs oder einer Research School würde ich immer einem Einzelstipendium vorziehen, bei dem die Gefahr besteht, daß man relativ alleine gelassen vor sich "hindümpelt."

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