W illkommen bei Dr. Rat!
Nach meiner Sommerpause hoffe ich, daß nach meiner heutigen Sprechstunde wieder einiger Fragen beantwortet sind, aber noch genug Fragen für die nächsten Sprechstunden eintreffen werden! Fragen wie immer an doktorat@aaas.org. Heute stehen folgende Fragen an:
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Liebe Fragestellerin,
das überwiegende Bild, was zur Zeit vom (akademischen) Arbeitsmarkt in Deutschland gezeichnet wird, ist negativ. Dennoch stellt sich für viele Heimkehrer im nachhinein heraus, daß es doch gar nicht so schlimm ist, wie man im Ausland manchmal meinen mag. Es kann sich also durchaus lohnen, einen Blick auf verschiedene Informationsquellen zu werfen, was in Deutschland so passiert. Auch Science's Next Wave berichtet häufiger über Entwicklungen im Arbeitsmarkt oder in der akademischen Welt, so z.B. über Erfahrungen von Heimkehrern oder die Einführung von Juniorprofessuren.
Darüber hinaus gibt es natürlich eine große Anzahl weiterer Informationsquellen, die sich je nach Interessengebiet als sehr hilfreich erweisen können. Im Bereich des Arbeitsmarktes für Akademiker erfreut sich die Stellenbörse Science-Jobs-DE einer großen Nachfrage. Des weiteren kommen die Internetangebote der großen Forschungsorganisationen wie DFG, MPG, HGF, u.ä. in Frage, dazu Stiftungen (z.B. die Volkswagen Stiftung, die alle Programme für den wissenschaftlichen Nachwuchs auflegen.
Bei der DFG gibt es z.B. spezielle Informationen für Postdoktoranden sowie Postdoc-Stipendien im Rahmen von Graduiertenkollegs. Hierzu am besten einen Blick in die Liste der Graduiertenkollegs werfen und bei einem thematisch passenden Kolleg direkt mit dem Sprecher in Kontakt treten. Bei der Max Planck Gesellschaft gibt es ebenfalls eine Seiten mit häufig gestellten Fragen, die hilfreich sein kann.
Einen Überblick über die deutsche Forschungslandschaft bietet zudem das Internetangebot des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ( BMBF).
Liebe Ratsuchende,
diese Frage stellt sich sehr häufig sowohl für Lebensläufe als auch Bewerbungen im akademischen Bereich. Prinzipiell ist festzustellen, daß Diplom und Master-Abschluß überwiegend ähnlich, aber nicht die gleichen Abschlüsse sind.
Bei der Übersetzung kann man nun also nicht einfach aus "Diplom-Biologe" einen "Master of Science in Biology" machen. Ähnliches gilt auch für andere Fremdsprachen!
Es gibt keine gesetzlichen Bestimmungen, wie man vorgehen sollte, es empfiehlt sich aber, den deutschen Titel z.B. in kursiver Schrift anzugeben und dann in Klammern diesen Titel näher zu erläutern (z.B. "equivalent to master's degree"). Dies wird in den meisten Fällen ausreichend sein. Im Zweifelsfall sollte man sich mit dem Akademischen Auslandsamt seiner Universität in Verbindung setzen, um eventuelle Unsicherheiten zu klären.
Es gibt darüber hinaus noch die Webseite www.anabin.de, ein Informationssystem zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse. Diese Datenbank dient zwar der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse in Deutschland, allerdings kann sie auch anders herum gelesen werden, indem man z.B. feststellt, was in etwa das deutsche Äquivalent zu einem Agraringenieur in Argentinien ist.
Lieber Fragesteller,
nach der Promotion stellt sich eine erste richtungsweisende Frage: Soll es die wissenschaftliche Karriere sein oder vielleicht auch etwas außerhalb der Wissenschaftlerlaufbahn, also z.B. in der freuen Wirtschaft?
Wer in der wissenschaftlichen Laufbahn bleiben möchte und in Deutschland nichts findet, sollte sich vielleicht mit dem Gedanken anfreunden, einen Postdoc im Ausland zu machen. Dieser Schritt sollte allerdings wohlüberlegt sein. Eine Möglichkeit, die zur Finanzierung eines derartigen Aufenthaltes beitragen könnte, sind die Marie Curie-Stipendien der Europäischen Kommissionen. Nähere Informationen dazu gibt es z.B. beim neuen EU-Mobilitätsportal, unter www.mariecurie.org oder aber in Deutschland bei der KoWi.
Ebenfalls lohnt sich ein Blick auf die DFG-Rubrik Angebote für Postdoktoranden.

